Der deutsche Textildiscounter KiK Textilien und Non-Food GmbH steht vor einem umfassenden Umbau seines Filialnetzes. Im Zuge wirtschaftlicher Herausforderungen und strategischer Neuausrichtung werden zahlreiche Standorte geschlossen – sowohl in Deutschland als auch europaweit.
Umfang der Schließungen
Bereits Anfang 2026 wurde bekannt, dass KiK im ersten Quartal rund 50 Filialen schließen will, etwa die Hälfte davon in Deutschland.
Doch diese Maßnahmen sind nur der Anfang:
Bis Ende 2026 sollen insgesamt rund 300 Filialen in Europa geschlossen werden
Davon entfallen etwa 135 Standorte auf Deutschland
Gleichzeitig plant das Unternehmen jedoch auch neue Filialen – rund 75 Neueröffnungen sind vorgesehen, wenn auch deutlich weniger als die Schließungen.
Gründe für die Filialschließungen
Die Ursachen für den Rückbau sind vielfältig und spiegeln den Wandel im Einzelhandel wider:
1. Zu starke Expansion in der Vergangenheit
Viele Filialen liegen sehr dicht beieinander – teilweise weniger als einen Kilometer entfernt. Diese Strategie hat sich langfristig als ineffizient erwiesen.
2. Wirtschaftlich schwache Standorte
Geschlossen werden vor allem Filialen, die nicht rentabel arbeiten.
3. Verändertes Konsumverhalten
Kunden kaufen bewusster ein und verzichten häufiger auf zusätzliche Käufe.
4. Starker Wettbewerb
Sowohl stationäre Händler als auch Online-Plattformen setzen KiK unter Druck.
Konkrete Beispiele betroffener Standorte
Auch wenn das Unternehmen keine vollständige Liste veröffentlicht hat, sind einzelne Filialschließungen bereits bekannt:
Twistringen (Niedersachsen) – Schließung im März 2026
Salzgitter (Niedersachsen) – ebenfalls geschlossen
Weitere betroffene Orte u. a. in Bayern, Hessen, Sachsen und Hamburg.
Auch in Schleswig-Holstein wurden Filialen in Preetz und Büdelsdorf zur Schließung angekündigt.
Auswirkungen auf Beschäftigte
Trotz der umfangreichen Maßnahmen versucht KiK, Kündigungen zu vermeiden.
Mitarbeitende sollen in andere Filialen versetzt werden
Alternative Lösungen innerhalb des Unternehmens werden angeboten.
Das Unternehmen beschäftigt insgesamt rund 32.000 Mitarbeiter, davon etwa 19.000 in Deutschland.
Einordnung: Teil eines größeren Trends
Die Schließungen bei KiK sind kein Einzelfall. Der stationäre Einzelhandel steht insgesamt unter Druck:
Onlinehandel gewinnt weiter an Bedeutung
Konsumzurückhaltung belastet die Branche
Die Zahl der Geschäfte in Deutschland sinkt seit Jahren
Fazit
Die Filialschließungen bei KiK sind Ausdruck einer strategischen Neuausrichtung. Ziel ist es, das Filialnetz effizienter und profitabler zu gestalten. Während kurzfristig zahlreiche Standorte verschwinden, setzt das Unternehmen langfristig auf ein stabileres Geschäftsmodell – mit weniger, aber wirtschaftlich stärkeren Filialen.
Für Kunden bedeutet das: weniger Auswahl an Standorten, aber vermutlich modernere und besser ausgelastete Geschäfte in Zukunft.
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